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Von der Hauptschule zur leistungsfähigen IGS

Im Jahre 1969 entstanden auch in Hamm aufgrund der Veränderung des rheinland-pfälzischen Schulgesetzes zwei neue Schularten, die Grundschule und die Hauptschule.

Die Hauptschule Hamm wurde als christliche Gemeinschaftsschule für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 - 9 eingerichtet. Die bestehenden Volksschulen in den Ortsgemeinden der Verbandsgemeide Hamm wurden aufgelöst.

Aus der bisherigen achtklassigen Volksschule Hamm wurde eine dreizehnklassige Hauptschule, die in den Klassenstufen 5-7 dreizügig und in den Klassenstufen 8 und 9 zweizügig geführt wurde. Die Zahl der Schülererinnen und Schüler erhöhte sich auf 521, die der Lehrkräfte verdoppelte sich auf 16.

Schulleiter der Hauptschule Hamm/Sieg wurde Rektor Hans Borngräber.

In den kommenden Jahren stiegen die Schülerzahlen stetig, so dass eine Erweiterung des Schulkomplexes erforderlich wurde. An das bestehende Schulgebäude wurde eine zweiter Bau mit 12 Klassenräumen angebaut.

Da diese Maßnahmen den Raumbedarf bei weitem nicht deckte, entschloss sich der Schulträger zu weiteren Baumaßnahmen eines Fachraum- und später eines Verwaltungstraktes.

Zu Beginn des Schuljahres 1973/74 bezog die Hauptschule das neue Gebäude und die Grundschule konnte den 1964 errichteten Gebäudeteil vollständig nutzen.

In 13 Klassen der Hauptschule wurden zu diesem Zeitpunkt 412 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die Zahl der Lehrkräfte war inzwischen auf 19 angestiegen. Die Leitung der Hauptschule übernahm Rektor Dieter Krämer.

Bis zum Schuljahr 1977/78 stiegen die Schülerzahlen auf über 500 an und nahmen dann kontinuierlich ab. Im Schuljahr 1986/87 unterrichteten 24 Lehrerinnen und Lehrer insgesamt 271 Kinder.


Kollegium der Hauptschule Hamm um 1985, links Rektor Dieter Krämer



Der "Pillenknick"  und die fehlende Akzeptanz der Hauptschule in der  Gesellschaft sowie bei Eltern und Schülern hinterließen auch in Hamm tiefe Spuren.

Ohne einen für Hamm besonders großen Migrationsgewinn wäre die Hauptschule Hamm im harten Wettbewerb der Schulformen wahrscheinlich nicht übrig geblieben.

Immer mehr Kinder wechselten über die Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen, um dort auch höherwertige Schulabschlüsse zu erreichen, weil viel zu spät in Hamm ein freiwilliges 10. Schuljahr eingerichet wurde, das auch den Abschluss der "Mittleren Reife" bot.

Die Öffnung der Ostgrenzen führte seit 1988 zu einer stetig steigenden Zuwanderung von Aussiedlern aus der ehemaligen UdSSR, die sich in weiten Teilen des Landkreises Altenkirchen aufgrund vorhandener Wohnmöglichkeiten ansiedelten. Die meist kinderreichen Familien schickten ihre Kinder in die ortsansässige Hauptschule, so dass sich  die Schülerzahlen auf einem niedrigen Niveau stabilisierten.

Im Schuljahr 1991/1992 wurden 237 Schülerinnen und Schüler gezählt, der tiefste Stand seit Beginn der Hauptschule.

Da die Verbandsgemeinde und ihr Bürgermeister Hans Klarmeier rechtzeitig den drohenden Verlust des Sekundarstufen I - Schulstandortes Hamm gesehen hatten, gab man als erste Kommune in Rheinland-Pfalz einen Schulentwicklungsplan bei einem neutralen Büro in Auftrag. Umfangreiche Untersuchungen und Befragungen fanden statt, um eine tragfähige Prognose  für die Region Hamm vorlegen zu können.

In der Zwischenzeit übernahm Konrektor Dietmar Schumacher ab Herbst 1992 kommissarisch die Schulleitungsgeschäfte der Hauptschule Hamm. Im Dezember 1994 wurde  Dietmar Schumacher zum  Rektor der Hauptschule Hamm/Sieg bestellt. 

Schulleiter Schumacher   im Herbst 1993, der Computer hielt in der Schulverwaltung Einzug


Bereits im Sommer 1992 wurden die ersten Ergebnisse der Schulenwicklungs-planung vorgelegt.

Eindeutig hatten sich die Eltern der Region für eine integrierte Schulform ausgesprochen, in der die Kinder alle Schulabschlüsse  vor Ort machen konnten, einschließlich der "Allgemeinen Hochschulreife".

Umzusetzen waren die klaren Forderungen der Eltern nur durch die Errichtung einer Integrierten Gesamtschule mit Oberstufe am Schulstandort Hamm/Sieg.

Erste Überlegungen zur Realisation eines solchen Wunsches wurden gemacht, und bauliche Entwicklungspläne in Auftrag gegeben, die sich an den damaligen ministeriellen Vorgaben zur Errichtung einer 4-zügigen Integrierten Gesamtschule orientierten.

Schon sehr schnell wurde klar, dass in den bestehenden Gebäuden nur schwerlich solche Vorgaben zu erreichen waren, und größere Veränderungen und Neubauten notwendig würden.

Vorgelegte Planungen sahen deshalb auch Baukosten von fast 24 Millionen DM - alleine für die IGS -   vor, ohne eine optimale Lösung für die Grundschule bereitzuhalten. 

Verhandlungen mit dem Kreis als zukünftigem Schulträger scheiterten an der prognostizierten Bausumme; sie hätte alle Beteiligten überfordert.

Auch der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hamm/Sieg, Bürgermeister Rainer Buttstedt, sah in der Schulenwicklung die besondere Chance für die Verbandsgemeinde Hamm. Ihm gelang es schnell, die erstarrten Diskussionen wieder aufleben zu lassen und alle Beteiligten neu ins Boot zu holen.

In der Zwischenzeit entwickelten sich die Schülerzahlen auch aufgrund der verstärkten  Öffentlichkeitsarbeit, der veränderten Pädagogik der Schule und der Einrichtung der 10. Klassenstufe positiv. Die Schülerzahlen stiegen von 260 auf über 400. Auch Eltern aus der VG-Hamm, die zwischenzeitlich  die umliegenden Schulen des Landes NRW bevorzugt hatten, meldeten die Kinder wieder an der Hauptschule Hamm an.

Neben einem veränderten Image war wahrscheinlich auch das gelebte Miteinander von Grundschule Hamm und Hauptschule Hamm für die positive Entwicklung verantwortlich, denn aus Etzbach kamen weiterhin weniger als 50% der Kinder nach Hamm.


Schulartübergreifende Orientierungsstufe für Hauptschule, Realschule und Gymnasium

Als Übergangslösung hin zu einer IGS konnte 1996 an der Hauptschule Hamm/Sieg eine "Schulartübergreifende Orientierungsstufe für Hauptschule, Realschule und Gymnasium" eingerichtet werden.


Die Anmeldungen stiegen sprunghaft an; es konnten erstmals 5 Klassen in der Klassenstufe 5 gebildet werden. Der Weg zu einem integrierten Schulsystem in Hamm war dank der mutigen und zukunftsweisenden Entscheidung der Landesregierung, des zuständigen Ministeriums und der tatkräftigen Unterstützung der heimischen Landtagsabgeordenten Eda Jahns und Franz Schwarz nun geebnet, und die erlebte Schulwirklichkeit gab den Entscheidungsträgern recht.

Eine Person ist bei der Entwicklung zur IGS-Hamm aber in besonderer Weise zu nennen, der für die Hauptschule Hamm/Sieg zuständige Schulaufsichtsbeamte Friedhelm Zöllner.

Sein Mut, andere pädagogische Wege zuzulassen, schulspezifische Entwick-lungen zu unterstützen und neue Ideen zu fördern, haben der IGS-Hamm im besonderen Maße geholfen. Wir danken Ihm dafür!

Erstmals wurden nun auch Kinder aus dem unmittelbar benachbarten NRW angemeldet und aufgenommen, mehr als 20 mussten jedoch abgewiesen werden, weil die Kapazität der Schule erreicht war.

Wieder war der Anteil der Grundschule Etzbach nur unterproportional vertreten, was sich aber schon nach wenigen Monaten relativierte, als Eltern nachfragten, ihre offenbar fehlgeleiteten Kinder bei uns aufzunehmen.

Hauptschullehrer, Realschullehrer und Gymnasiallehrer unterrichteten erstmals gemeinsam und erfolgreich an der Schule, und es gelang, gemeinsam eine zukunfstweisende Pädagogik für die Schule zu erarbeiten.

Da nach dem rheinland-pfälzischen Schulgesetz nur ein Kreis oder eine große kreisfreie Stadt Schulträger einer Integrierten Gesamtschule werden kann, und   die Verbandsgemeinde Hamm  ein großes Interesse an der baldigen Einrichtung der IGS hatte, begannen politische Verhandlungen zwischen Verbandsgemeinde Hamm und Landkreis Altenkirchen, die schließlich in einer öffentlich-rechtlichen Zweckvereinbarung endeten. In ihr wurden die Kostenanteile von der VG-Hamm und dem Landkreis Altenkirchen an den erforderlichen Baumaßnahmen und den späteren laufenden Kosten geregelt.

Mit äußerst knapper Mehrheit beschloss der Kreistag Altenkirchen, beim Ministerium die Einrichtung einer IGS am Schulstandort Hamm zum Schuljahr 1998/1999 zu beantragen.

Die notwendige Elternbefragung und die Anmeldungen zum ersten IGS-Jahrgang verliefen so positiv, dass rechtzeitig zum Schuljahr die Einrichtungsverfügung vom Ministerium in Mainz kam.


Integrierte Gesamtschule Hamm/Sieg

Zum 1. August 1998  begann die IGS Hamm/Sieg mit 15 Klassen, weil auch die beiden ehemaligen Klassenstufen der schulartübergreifenden Orientierungsstufe für Hauptschule, Realschule und Gymnasium in die IGS überführt wurden.

In einer kleinen Feierstunde wurde die IGS von zahlreichen Festgästen begrüßt.

Einen kleinen Sketch boten die Lehrer der IGS und dem Motto "Papa, Charly hat gesagt..."

Rechtzeitig vor Einrichtung der IGS berief das Bildungsministerium  in Mainz eine Planungsgruppe, die, wie bei den Gesamtschulen üblich,  mit der Erstellung einer pädagogischen Grundkonzeption der Schule beauftragt wurde;Vorsitzender dieser Planungsgruppe wurde der Rektor der Hauptschule,  Dietmar Schumacher.

Die weiteren Mitglieder der Planungsgruppe waren Annette Holthaus,  Angela Voigt, Reginald Staenicke, Wolfgang Skriwanek, Heribert Blume und Johannes Grünhag.

Unterstützt wurde die Arbeitsgruppe durch Karin Hantschel und Ulrike Kirchner. Ihnen gilt an dieser Stelle ein besonderes Dankeschön!

In einer mehr als einjährigen, intensiven Arbeit unter Mitwirkung von Schülern, Eltern, Lehrer und Schulträger legte die Planungsgruppe im Juni 1998 den    Entwurf des Konzeptes vor. In zahlreichen Hospitationen an bestehenden Gesamtschulen des Landes Rheinland-Pfalz und benachbarter Bundesländer  wurden vorher Informationen gesammelt. Auch die GGG war ein kompetenter Ratgeber für die Mitglieder der Planungsgruppe.

Während der gesamten Vorbereitung der IGS-Hamm/Sieg fühlte man sich willkommen, geborgen und gut beraten in der Gemeinschaft der rheinland-pfälzischen Gesamtschulen; herzlichen Dank dafür!

Das  endgültige Konzept der IGS-Hamm/Sieg wurde nach eingehender Diskussion mit der Schulaufsicht und dem Ministerium  im Juni 1999 von der Gesamtkonferenz verabschiedet.


Die Entwicklung der Schülerzahlen 1969 - 2004



Im weiteren Verlauf der Schulentwicklung sind zusätzliche Aufgaben an die junge IGS herangetragen worden.


Ganztagsangebote an der IGS-Hamm/Sieg

Bereits seit dem Schuljahr 1995/1996 hat die damalige Hauptschule Hamm bereits ein offenes Ganztagsangebot eingerichtet. Die VG stellte Kräfte für die Betreuung ab und die Schule organisierte eine Verknüpfung von offenem Ganztagsangebot und den schulischen Wahlangebot.

Ein Jahr nach Einrichtung der Ganztagsschule in Angebotsform durch das Land Rheinland-Pfalz bewarb sich auch die IGS-Hamm um Teilnahme an diesem erfolgversprechenden Modell. Sie bekam im April 2003 die Genehmigung zum Aufbau des neuen Ganztagsangebotes.

Aufgrund der besonderen Situation der Schule wurde neben dem Angebotsmodell auch noch das offene Ganztagsangebot beibehalten. Die für den Ganztagsbetrieb verantwortliche Rektorin Gabriele Lindemer gelang es, ein schlüssiges Konzept zur Integration von  Ganztagsschule in Angebotsform, offenem Ganztagsangebot und Wahlangebot der Schule zu erarbeiten, das von Schülern und Eltern akzeptiert und nachgefragt wird.

Die gute Konzeption hielt auch nach den ersten Jahren die Anmeldungen stabil, im Schuljahr 2007/2008 nutzen wieder mehr als 140 Kinder die Ganztagsschule in Angebotsform. Hinzu kommen nochmal so viele Kinder, die das offenen Ganztagsangebot besuchen. Seit dem  Schuljahr 2004/2004 kooperiert die IGS mit der benachbarten Grundschule. Gemeinsam wurde die provisorische Mensa benutzt. Nach Fertigstellung des Ganztagsgebäudes im Herbst 2007 zog man in die neue Mensa um.

Das neue Gebäude enthält außerdem einen großen Probenraum für die Bläserklasse, eine Bücherei für die Klassenstufen 7 - 10, eine Mediothek und drei neue Klassenräume.

Durch den Einbau eines Aufzuges sind jetzt alle Etagen der Schule behindertengerecht zu erreichen.


IGS-Hamm/Sieg ist Schwerpunktschule.

Seit dem Schuljahr 2002/2003 werden Kinder mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten an der IGS-Hamm/Sieg unterrichtet.


Die IGS-Hamm/Sieg nahm an zwei Schulversuchen teil:

Schulversuch "Integrierte Leistungsdifferenzierung"

Schulversuch "Selbstverantwortliche Schule"




Oberstufe an der IGS-Hamm/Sieg

Im Schuljahr 2004/2005 besuchen 800 Kinder die Schule. Sie werden von 74 Lehrerinnen, Lehrern und pädagogischen Fachkräften unterrichtet. Im Nachmittagsunterricht sind weitere pädagogische Mitarbeiter beschäftigt.

Gesamtkonferenz und Schulelternbeirat haben sich bereits in mehreren Sitzungen mit der Einrichtung einer eigenen Oberstufe an der IGS-Hamm/Sieg beschäftigt. Nach eingehender Analyse des vorhandenen Zahlenmaterials kommen die Gremien zu dem Schluss, dass eine eigene Oberstufe möglich ist und die notwendigen Anmeldezahlen erreicht werden können.

Immer wieder wurde auch darüber diskutiert, ob eine Oberstufe an der IGS-Hamm/Sieg den umliegenden Gymnasien schaden könne. Aber auch hier half das zur Verfügung stehende Zahlenmaterial weiter. Nach der Klassenstufe 10 verlässt eine erhebliche Anzahl von Schülerinnen und Schülern den Landkreis Altenkirchen, um außerhalb des Kreises erfolgreich vorhandene Oberstufen zu besuchen. Sie alle könnten in Hamm die Möglichkeit eines Oberstufenangebotes nutzen.

Im Oktober 2004 wurde ein neuer Schulelternbeirat gewählt. Auf der ersten Sitzung im Jahr 2005 war das Thema Oberstufe wieder auf der Tagesordnung. Ein eindeutiger Beschluss Richtung Oberstufe ist gefasst.

Das Bildungsministerium in Mainz hat bereit bei Gesprächen im Jahr 2004 seine Unterstützung für die Bestrebungen zugesagt; wenn das positive Votum des Schulträgers vorliegt und die Anmeldezahlen stimmen!

Im Schuljahr 2006/2007 wurde nach Beschluss des Schulelternbeirates und der Gesamtkonferenz ein erneuter Versuch zur Einrichtung der Oberstufe unternommen.

Am 26.11.2007 hat der Kreisausschuss des Landkreises Altenkirchen beschlossen, dass Benehmen zur Errichtung einer Oberstufe in Hamm herzustellen.

Ab dem Schuljahr 2009/2010 besuchten 82 Kinder die Klasse 11 der Oberstufe.

In den nachfolgenden Schuljahren wurde die Oberstufe weiterhin sehr gut angenommen. 

Im Frühjahr 2012 machten die ersten Kinder in Hamm ihr Abitur.

Im Schuljahr 2012/2013 unterrichten ca. 100 Pädagogen die Kinder der IGS-Hamm/Sieg.

Am 31.07.2013 hatten der Schulleiter Dietmar Schumacher und der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Fischer ihren letzten Arbeitstag.

Bis zur Neubesetzung beider Stellen übernimmt Frau Direktorin Dr. Gabriele Lindemer, Schulleiterin der IGS-Betzdorf-Kirchen,  die Kerngschäfte eines Schulleiters.





 
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